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SHS #6: Robert Ball

Geschrieben am 11.03.2012 von Arne K.

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Dies ist der sechste Teil der SuperHeldenSonntag-Serie, bei der ich versuche jeden Sonntag verschiedenste Künstler und Kunstwerke rund ums Thema “Superhelden” vorzustellen. Alle Beiträge der Serie findet man gesammelt unter dem Schlagwort “SuperHeldenSonntag“.

Der londoner Designer und Illustrator Robert Ball gestaltet Superhelden im „Vector-Art„-Stil. Dabei setzen sich die Charaktere aus eher einfachen Flächen zusammen. Schatten werden nur durch weitere Flächen angedeutet. Es gibt zwar Texturen, allerdings werden diese nur sehr zurückhaltend und grob eingesetzt.

 

Wolverine

Wolverine (Quelle: Robert Ball)

 

The Flash

The Flash (Quelle: Robert Ball)

 

Bei Robert Balls persönlichem Stil fällt vor allem auf, dass er fast nur Geraden einsetzt. In seinen Bildern gibt es so gut wie keine Kurven oder Rundungen. Außerdem wirken die Flächen, aus denen er die Figuren bildet, sehr stark gemometrisch. Sie wirken mehr konstruiert als gezeichnet, findet ich.

Auf mich macht es den Eindruck, als hätte er eine Kiste voll mit farbigen Drei- und Vierecken gehabt und hätte aus diesen seine Bilder zusammengesetzt. Vielleicht gefallen mir seine Bilder so gut, da mir diese Art der Darstellung nicht so häufig begegnet und seine Illustrationen dadurch etwas sehr eigenständiges bekommen.

Batman

Batman (Quelle: Robert Ball)

 

Captain America

Captain America (Quelle: Robert Ball)

 

Er lässt um seine Figuren sehr viel Weissraum, was dafür sorgt, dass sie sehr für sich und damit eindeutig im Zentrum der Aufmerksamkeit des Betrachters stehen. Auf Hintergründe verzichtet Robert Ball dabei fast vollständig. Mir gefällt das sehr gut.

Zwar tauchen auch hier wieder die von mir persönlich nicht grad geliebten vergilbten Papiertexturen auf, allerdings hier nicht als Hintergrund, sondern um den Figuren an sich ein wenig Struktur zu geben. Dies macht meiner Meinung nach einen großen Unterschied.

Bei dem Einen handelt es sich in meinen Augen um den Versuch einem Bild einen bestimmten Look zu verpassen, den das Motiv alleine nicht erzeugen kann. Bei dem Anderen ist es ein ganz bewusst eingesetztes Stilmittel, dass den bereits vorhandenen Bildeindruck verstärken und betonen soll. Das ist allerdings ein großes Stück weit Geschmackssache und da sollte sich jeder selbst eine Meinung zu bilden, zum Beispiel bei den „Superhelden Alter-Egos“ oder den „Alternativen Filmplakaten„.

Superman

Superman (Quelle: Robert Ball)

 

An seinen Motiven mag ich, dass die Helden immer mit einem Augenzwinkern und einem etwas ironischen Unterton daher kommen. Robert Ball illustriert seine Superhelden amüsiert, ohne sie lächerlich zu machen. Sie wirken auf seinen Bildern so, als würden sie sich selbst nicht so ganz ernst nehmen, finde ich.

Neben den Illustrationen oben, hat der talentierte Mann auch noch zwei weitere Großprojekte umgesetzt.

 

Clint

Clint (Quelle: Robert Ball)

 

Rambo

Rambo (Quelle: Robert Ball)

 

Er hat ein Plakat mit Portraits von 50 „Guten“ aus diversen Serien, Filmen, Comics und Cartoons zusammengestellt.

Ich finde jeder Kopf für sich ist schon ein kleines Kunstwerk. Alle zusammen auf einem Poster wirken dann schon ziemlich beeindruckend. Und obwohl er sich auch hier seinem stark geometrischen und konstruiertem Stil treu geblieben ist, kann man die Charaktere ziemlich gut zuordnen.

Na, wie viele erkennt ihr und wie viele Namen bekommt ihr zusammen?

Fifty Goodies

Fifty Goodies (Quelle: Robert Ball)

 

Ich komme mit 24 immerhin auf knapp die Hälfte. Zum Glück gibt es für Leute wie mich in Robert Balls flickr-Account ein Cheat-Sheet, auf dem man alle Namen nachkucken kann.

Und wie wir alle wissen:

Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Und so hat er das Ganze dann auch gleich nochmal mit 50 Bösewichten gemacht.

 

Maleficent

Maleficent (Quelle: Robert Ball)

 

Elle

Elle (Quelle: Robert Ball)

 

Joker

Joker (Quelle: Robert Ball)

 

Fifty Baddies

Fifty Baddies (Quelle: Robert Ball)

 

Auch für dieses Poster gibt es wieder ein Cheat-Sheet, allerdings basiert das offensichtlich auf einer anderen Version des Plakats, da die Position der einzelnen Portraits nicht immer übereinstimmt. Man muss sich also hier ein wenig an den Umrissen orientieren.

Das Poster der „Fifty Goodies“ kann man, wenn man grad mal 35£ übrig hat, hier in seinem Shop bestellen. Noch eine ganze Menge mehr sehenswerter Arbeiten Balls findet man hier auf seinem Blog oder hier bei flickr.

Noch mehr Superhelden hier im Blog findet man unter dem Schlagwort „SuperHeldenSonntag„.

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