James "Logan" Howlett a.k.a. "Wolverine"

SuperHeldenSonntag Teil 2: Alter Egos

Geschrieben am 12.02.2012 von Arne K.

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Wie bei den Squared Super Heros vor einer Woche angekündigt, werde ich versuchen jeden Sonntag irgendwas zum Thema „Superhelden“ zu schreiben. Alle Beiträge findet man dann gesammelt hier als „SuperHeldenSonntag (SHS)„.

Diese Woche geht es um die Illustrationen von Danny Haas.

Ich weiss, dass ich regelmäßig an diesem leider immernoch modernen Retro-Look rummäkel – nun aber schon wieder was in der Richtung poste. Die Bilder von Danny Haas sind aber einfach viel zu gut, um sie nicht zu zeigen.

Bei seinen Arbeiten bringt er die beiden Seiten eines jeden Superhelden gemeinsam auf ein Poster. Auf der einen Seite den Menschen, als der sich die Helden, oder Bösewichte, im Alltag tarnen, auf der anderen Seite den meistens maskierten, überdurchschnittlich begabten und mit besonderen Fähigkeiten ausgestatteten Helden.

Peter Parker a.k.a. "Spiderman"

Peter Parker a.k.a. „Spiderman“ (Quelle: Danny Haas)

 

Sein Zeichenstil ist dabei sehr reduziert. Es gibt keine sonst für klassische Comics so typische Outlines. Schatten werden bloß als farbige Flächen angedeutet und auch auf weitere Details wie Gesichtszüge, Mimik oder Texturen wird völlig verzichtet.

 

Selina Kyle a.k.a. "Catwoman"

Selina Kyle a.k.a. „Catwoman“ (Quelle: Danny Haas)

 

Clark Kent a.k.a. "Superman"

Clark Kent a.k.a. „Superman“ (Quelle: Danny Haas)

 

Aufgebaut sind die Bilder aus nur wenigen plakativen Farben. Wie schon bei den „Squared Super Heros“ reicht das aber auch hier völlig aus, um die jeweiligen Charaktere eindeutig identifizieren zu können.

Mir gefällt besonders, dass trotz der sehr „einfachen“ Darstellung sowohl der Held als auch der Alltagsmensch / -mutant hervorragend getroffen wurde. Der Übergang von der einen zur anderen Seite ist deutlich, allerdings nicht so hart, als das man die Figur als zweigeteilt wahrnimmt.

Es gelingt Danny Haas tatsächlich zwei ganz unterschiedliche Seiten einer Person in einem Bild darzustellen und gleichzeitig zu verdeutlichen, dass diese beiden häufig sehr gegensätzlichen Seiten doch zu ein und dem selben Menschen / Mutanten gehören.

 

Dr. Bruce Banner a.k.a. "Hulk"

Dr. Bruce Banner a.k.a. „Hulk“ (Quelle: Danny Haas)

 

Sehr großartig ist auch, wie er das Problem gelöst hat, wenn sich beim Übergang vom Alltagsmenschen zum Superhelden die Statur ändert oder die Figur Fähigkeiten besitzt, die sich auf die körperliche Erscheinung auswirken. Es wird auf den ersten Blick deutlich, was bei der Transformation geschieht und wie sich die Fähigkeiten wohl auswirken.

 

Susan "Sue" Storm a.k.a. "Invisible Woman"

Susan „Sue“ Storm a.k.a. „Invisible Woman“ (Quelle: Danny Haas)

 

Was mich allerdings mal wieder so richtig nervt, ist dieser sehr gewollte Retro-Look. Ich verstehe nicht, was das bloß immer soll. Die Illustrationen sind so schön prägnant, klar und deutlich. Meiner Meinung nach können die auf eine gelbliche Papiertextur, eine Vignette und einen „Grunge-Brush“ gut verzichten.

Mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass das von vielen Gestaltern einfach nur gemacht wird, da die ihr Konzept nicht zu Ende denken und ihnen dann irgendwann auffällt:

Hey, ich habe in total cooles Design, aber keinen Hintergrund. Ein bisschen leer sieht das ganze auch noch aus. Ach egal. Mach ich Retro-Grunde-Look, dann wirds schon keiner merken.

Und das ist auch in diesem Fall total schade, da die Idee und das Konzept an sich auch gut alleine hätte stehen können. Und für den Hintergrund wär einem sicherlich auch noch etwas zu dem Charakter passendes eingefallen. Grade so bekannte Superhelden bieten da doch eine Menge Möglichkeiten.

 

Diana of Themyscira a.k.a. "Wonderwoman"

Diana of Themyscira a.k.a. „Wonderwoman“ (Quelle: Danny Haas)

 

Trotzdem, und das spricht eindeutig für die Designs, gefallen sie mir unheimlich gut! Auf der Website von Danny Haas findet man auch noch eine ganze Reihe weiterer Motive und auch ein paar Arbeiten, die sich künstlerisch mit „Star Wars“ auseinandersetzen.

Glücklicherweise kann man einige seiner Illustrationen auch kaufen. In seinem Shop kann man auswählen, auf was für einem Medium man das Motiv gerne hätte. Dabei reicht die Bandbreite vom einfachen Mini-Poster über bedruckte Leinwand, Klamotten bis zu Aufklebern fürs iPad und MacBook.

Allerdings finde ich die Preise ganz schön happig. Das ist aber wohl Ansichtssache. Für mein absolutes Lieblingsmotiv von ihm (s. unten) in einer mehr oder weniger vernünftigen Größe (28″ x 36″) werden immerhin 52$ aufgerufen.

 

Evening in Gotham

Evening in Gotham (Quelle: Danny Haas)

 

Über den Künstler an sich konnte ich leider so gut wie nichts herausfinden. Auf seinem Blog habe ich keinerlei persönliche Angaben gefunden. Bei der Suche per Google findet man zwar eine facebook-Seite, aber die ist privat. Ich kann es verstehen, wenn man sein Privatleben gerne für sich behalten möchte, so ein paar Eckdaten über seinen Werdegang hätten mich aber dennoch interessiert.

Aber gut. Es soll halt nicht sein.

Manche wird es vielleicht mittlerweile nerven, aber ich wollt dafür nicht extra einen neuen Post so schreiben.

So ganz ohne Märchen kommt auch dieser Post nicht aus, nachdem ich in seinem Blog und auch in seinem Shop dieses fantastische Schneewittchenmotiv entdeckt habe:

 

Schneewittchen

Schneewittchen (Quelle: Danny Haas)

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