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Fotografie unter Wasser – Teil 1: Das Meer in Bildern

Geschrieben am 16.04.2012 von Laura K.

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Die klassische Unterwasserfotografie, also Fotografieren in Meeren, ist eine sehr faszinierende Sache! Auch, wenn man bedenkt, dass die Fotografen, auch Taucher sein müssen und sich teilweise sehr nahe an gefährliche Haie oder Feuerfische heranwagen um ein atemberaubendes Bild zu knipsen.

Wie erstaunlich die Unterwasserwelt ist, weiß jeder der schonmal diese wundervollen Dokus über verschiedene Meeresbewohner oder historische Wracks gesehen hat.

Hai an einem Korallenriff

Hai an einem Korallenriff
(Quelle: Andrew Sallmon)

Junger Kuhfisch

Junger Kuhfisch
(Quelle: Chris Newbert, Minden Pictures (nationalgeographic.com))

Brunnenbauer

Brunnenbauer
(Quelle: Kawa0310)

Zwei Stachelrochen

Zwei Stachelrochen
(Quelle: David Doubilet (nationalgeographic.com))

Doch nun schauen wir mal hinter die Kulissen:

Um solche wunderbaren Bilder zu erzeugen, braucht man viel Erfahrung und das nötige Fachwissen. Denn die Unterwasserfotografie ist eine ganz andere Art der Fotografie als jene an Land, da die vorherrschenden physikalischen Bedingungen schwerer sind.

Es müssen Probleme wie eine schlechte Sicht und fehlendes Licht, die durch die Reflexionen an der Wasseroberfläche und der Wasserdichte verursacht werden, bewältigt werden. Zudem muss man unbedingt beachten, dass das Farbspektrum mit zunehmender Wassertiefe absorbiert wird. Das bedeutet, dass durch eine zunehmende Tauchtiefe Farbanteile durch das Wasser, also die Lichtbrechung, absorbiert und gefiltert werden. Ab einem Meter werden die ersten Rotanteile, also langwelliges Licht, gefiltert, ab fünf Metern ist der orangene Farbanteil verschwunden und mit zunehmender Tiefe werden die Gelb- und Grünanteile absorbiert. Daraus resultieren farblose und verwaschene Fotos.

Technik der Unterwasserfotografie

Die Grundlagen der Fotografie gelten sowohl unter Wasser als auch an Land, wie z.B. die Wirkung der Blende oder der Verschlusszeit.

Wichtig ist es, dass der Taucher sich mit seinem Gerät und seiner Ausrüstung auskennt und eine stabile Lage im Wasser aufweist, um nichts zu berühren und somit keine Partikel aufwirbelt. Zudem ist es vorteilhaft unter Wasser beim Höchststand der Sonne und ruhiger See zu Fotografieren.

Fotograf noch über Wasser

Fotograf noch über Wasser
(Quelle: aquaviews.net)

Fotograf in voller Montur unter Wasser

Fotograf in voller Montur unter Wasser
(Quelle: aquaviews.net)

Um das Problem der Farbabsorption in den Griff zu bekommen ist der Einsatz von Blitzgeräten bei der Unterwasserfotografie ein Muss (kleine Ausnahmen gibt es aber immer)! Dieser bringt bei richtiger Verwendung die Farben wieder zum leuchten. Hierbei sollte ein Abstand von 1 – 1,5 Metern zwischen Kamera/Blitz und Objekt eingehalten werden. Alternativ wird auch eine Taucherlampe genutzt. Desweiteren muss vorallem der Weissabgleich beachtet werden, dieser hängt von der Tiefe und Klarheit des Wassers, dem Stand der Sonne und Süss-oder Salzwasser ab. Die beste Farbtreue erzielt man, indem man einen manuellen Weißabgleich macht, dass heißt man verwendet einen Messwert von einem mittelgrauen Objekt.

Ein weiterer Unterschied zur Fotografie an Land ist, dass die Motive bei gleichem Abstand und gleicher Zoom-Einstellung größer wirken unter Wasser. Zurückzuführen ist dies wieder auf die Lichtbrechung, welche einen geringeren Blickwinkel verursacht. Somit erhöht sich die Brennweite des Objektivs um den Faktor 1,3. Dies muss beachtet werden, da ein Blitzgerät ein zu weit entferntes Motiv nicht richtig ausleuchten kann.

Karettschildkröte

Karettschildkröte
(Quelle: Kawa0310)

Junge Unterart der Skorpionfische

Junge Unterart der Skorpionfische
(Quelle: Chris Newbert, Minden Pictures (nationalgeographic.com))

Zudem braucht man natürlich ein wasserdichtes Unterwassergehäuse zum Schutz der Kamera. Die Kamera kann übrigens auch eine ganz normale Kompaktkamera sein, aber natürlich erhält man qualitativ hochwertigerer Bilder mit einer DSLR-Kamera.

Skurile Unterwasser-Schnecke

Skurile Unterwasser-Schnecke
(Quelle: olipedros)

Feuerfisch im Korallenriff

Feuerfisch im Korallenriff
(Quelle: http://doyourpart.com)

Da es nun noch andere Arten der Unterwasserfotografie gibt, schaut euch die  zwei weiteren Teile an: Die Fotografie unter Wasser mit Models und mit Tinte… Seid gespannt!

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