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42 Swing Time Experiment: Erste Zahlen

Geschrieben am 18.03.2012 von Arne K.

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Dies ist der zweite Teil des „42 Swing Time„-Experiments, bei dem ich dokumentieren möchte, was für Marketing-Maßnahmen ich ergriffen habe, um eine Veranstaltung zu promoten. Mehr über die Idee und die Grundlagen dieser Serie findet ihr im ersten Teil „Experiment: 42 Swing Time„. Um zu verstehen worum es hier geht, ist es sinnvoll erst den Artikel zu lesen, bevor man hier weiter macht.

Wer etwas mehr fürs Auge möchte, sollte sich den Beitrag über die „Logoentwicklung: 42 Swing Time“ ansehen.


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Es ist jetzt etwa sechs Wochen her, dass wir das Experiment begonnen haben. Wenn man dem Plan aus dem ersten Artikel folgt, befinden wir uns am Übergang von Phase I zu Phase II.

Wir haben uns mittlerweile eine Zielgruppe definiert, uns überlegt, wie wir diese am besten für unser Projekt begeistern können und bereits erste wichtige Schritte getan.

Zielgruppe

Gruppe (1935)

Gruppe (1935) (Quelle: http://quaddles.deviantart.com/)

Bei der Zielgruppe haben wir, wie schon im ersten Artikel beschrieben, das große Problem, dass bei den üblichen Besuchern des 42 und Leuten, die gerne Jazz und Swing hören, die Schnittmenge gegen Null geht. Wir versuchen das potentielle Publikum zu vergrößern, indem wir den musikalischen Rahmen zeitlich („Wir spielen nur Songs, die älter sind als 50 Jahre„) abgrenzen und nicht wie sonst im 42 üblich stilistisch (z.B. „Wir spielen nur Swing & Jazz„).

Dies gibt uns beim Auflegen etwas größere Freiheiten, da wir nun auch auf große Teile des Rock’n’Roll zurückgreifen können. Dies lockert das Ganze musikalisch etwas auf. Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass es unter den 42-Besuchern durchaus eine Reihe von Leuten gibt, die gerne zu Rock’n’Roll-Musik feiern. Damit haben wir also die potentielle Zielgruppe bereits etwas vergrößert.

Zusätzlich schwierig bei der Definition der Zielgruppe war, dass das Publikum des 42 an sich schon sehr heterogen ist. Es ist sehr abhängig davon, was veranstaltet wird. Bei Elektro-Partys kommen überwiegend junge Jugendliche, die einfach nur am Feiern interessiert sind. Bei Punk-Konzerten kommen eine Menge Punks, die es schaffen Viel-Bier-Trinken und Konsumkritik unter einen Hut zu bekommen.

Das Stammpublikum besteht aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 30 Jahren, in der Regel Schüler, Auszubildende oder Studenten, die im Durchschnitt eine gemäßigte linke politische Weltanschauung vertreten und für neue Einflüsse offen sind.

Da wir innerhalb dieser Gruppen auf keine Swing-Szene treffen, müssen wir versuchen, möglichst viele Leute erstmal von der Musik zu überzeugen. Wichtige Kriterien für unsere Ausrichtung sind also:

  • musikalische Offenheit
  • Experimentierfreudigkeit
  • Neugier

Da das 42 in der Öffentlichkeit einen etwas merkwürdigen Ruf hat, ist es wenig sinnvoll zu versuchen ganz neue Besuchergruppen zu werben. Eher müssen wir darauf aufbauen, was für Leute generell ins 42 kommen und schauen, dass wir von diesem relativ großen Kreis möglichst viele Leute erreichen und interessieren.

Mitglieder unserer Zielgruppe sind also…

  • 16 – 30 Jahre alt
  • Schüler, Azubis, Studenten und Berufsanfänger
  • musikalisch offen und neugierig auf neue Einflüsse
  • bereit sich auf neue Ideen einzulassen
  • aus Ahrensburg und der nähreren Umgebung
  • relativ unbeleckt was die Musik und den Lebensstil der 20er und 30er Jahre angeht

Eine ganz wichtige Beobachtung, die ich selbst im Laufe der letzten Jahre gemacht habe, ist, dass es wichtig ist die Damen von einer Party zu begeistern. Es klingt nach einem Klischee, aber Frauen sind einfach kommunikativer und verbreiten eine Veranstaltung deutlich schneller als Männer. Außerdem, wenn Frauen auf einer Party sind, kommen die Männer von ganz allein.

Werbeansatz

Da sich die Zielgruppe leider nicht viel enger eingrenzen lässt, stand nun die Überlegung im Raum, welches übergeordnete Konzept hinter der Werbung stehen soll, damit man den Laden am 27.04. möglichst voll bekommt.

Aus der Unerfahrenheit der Meisten ergibt sich, dass wir die Veranstaltung nicht als Abend der „Raritäten für Experten“ aufziehen können. Wie schon im Artikel über das Logodesign geschrieben, geht es eher darum, das zu bedienen, was die Masse denkt, was zu den 20er und 30er Jahren passt und nebenbei vielleicht noch ein wenig Aufklärung zu betreiben.

Um die potentiellen Gäste überhaupt mit dem Thema vertraut zu machen, wollen wir ihnen etwas von der Stimmung und dem Lebensgefühl dieser Zeit vermitteln. Mehr oder weniger eng an das AIDA-Konzept angelehnt, geht es erstmal darum Aufmerksamkeit zu erregen, sodass wir die Leute neugierig machen. Sie sollen sich wünschen mehr über diese Zeit und über die Musik zu erfahren und deshalb zu der Veranstaltung kommen, da sie den Eindruck haben, dass dieses Verlangen dort erfüllt wird. So ist zumindest die Idee. Klingt gut, oder?

Ziele sind also:

  • möglichst viele Menschen aus der Zielgruppe erreichen
  • Informationen und Material aus den 20er – 50er Jahren aufbereiten, erklären und verbreiten
  • den Leuten Hilfen anbieten, wie sie mit der Musik und dem Lebensstil umgehen können, damit sie sich in ungewohnter musikalischer Umgebung sicher fühlen
  • die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, da wir nicht mit großen Besuchermassen rechnen können

Umsetzung – facebook

Wenn man heutzutage möglichst günstig möglichst schnell möglichst viele Leute erreichen möchte, kommt man an facebook kaum vorbei. Wie man es dreht und wendet. Es geht einfach nicht.

Also war auch einer unserer ersten Schritte eine facebook-Fanpage einzurichten und erstmal alle unserer eventuell interessierten Freunde einzuladen.

Ansicht der 42 Swing Time facebook-Seite

Ansicht der 42 Swing Time facebook-Seite (Quelle: facebook.com/42SwingTime)

Der Screenshot zeigt den Stand vom 15. März morgens um ca. 9.00 Uhr. Der gepixelte Bereich sind Freunde von mir, denen die Seite gefällt, die ich aber nicht um Erlaubnis gefragt habe, ob sie hier gezeigt werden wollen.

Derzeit hat die Seite 77 Fans. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich diese Zahl bewerten soll. Einerseits handelt es sich bei „42 Swing Time“ um eine Veranstaltung, die noch nie stattgefunden hat und die vom Konzept her deutlich anders ist, als alles, was sonst so im 42 passiert. Von daher sind 72 „Likes“ gar nicht so schlecht.

Andererseits hat allein die Seite des „42“ knapp 400 Fans und eigentlich hatten wir gehofft, dass von dort ein paar mehr Leute hinüber schwappen. Das ist leider bis dato nicht passiert. Außerdem hatten wir gehofft, dass sich die Seite ein wenig mehr rumsprechen würde und wir auch dadurch mehr Fans gewinnen würden. Auch das hat bisher nicht so geklappt wie wir uns das gedacht hatten.

 

"Gefällt mir"-Angaben bei facebook

"Gefällt mir"-Angaben bei facebook (Quelle: facebook.com/42SwingTime)

 

Wie man an der Statistik der „Gefällt mir“-Angaben sehen kann, haben wir es geschafft am Anfang für ordentlich Furore zu sorgen. Leider ist es uns aber nicht gelungen diesen Schwung zu nutzen, sodass sich die Zahl der Likes wohl auch zukünftig nur sehr langsam entwickeln wird.

LESSON LEARNED:

Ein ganz großes Problem beim Bewerben von Fanseiten ist, dass nur Admins die Seite direkt empfehlen können. Ich bin der Meinung, dass das mal anders war, kann mich da aber auch irren. Es gibt für Nicht-Admins keinen Button oder ähnliches mit dem man mal eben alle seine Freunde auf die Seite aufmerksam machen kann. Man kann die Seite zwar „teilen“, sodass sie theoretisch im Newsstream aller Freunde auftauchen müsste, aber da geht sowas ja gerne mal unter.

Um wirklich alle zu erreichen müsste man wirklich jedem eine Nachricht schicken. Das ist aufwändig und für die Empfänger reichlich nervig. Deshalb macht das natürlich auch keiner, weshalb sich so eine Seite leider nur sehr langsam verbreitet.

Was wir gemacht haben und noch weiter ausbauen werden, um die Seite trotzdem weiter zu verbreiten ist, dass wir uns Fanseiten, Gruppen und Profile gesucht haben, die möglichst viele Kontakte zu unserer potentiellen Zielgruppe haben. In unserem Fall ist das natürlich die Fanseite des 42, über die wir jederzeit „42 Swing Time“ bewerben können.

Außerdem haben wir Profile der diesjährigen Abijahrgänge der Schulen in Ahrensburg und den umliegenden Dörfern/Städten kontaktiert und bei denen angefragt, ob sie unser Projekt unterstützen würden. Die meisten waren grundsätzlich interessiert, viel passiert ist da jedoch nicht. Wenn man da am Ball bleibt, wird uns der eine oder andere Jahrgang aber bestimmt helfen. Bedenkt man, dass die in der Regel 2.000 bis 2.500 Fans/Kontakte haben, wird da doch wohl was für uns rauszuholen sein.

LESSON LEARNED:

Freundlich anfragen kostet nichts und viele sind erstaunlich hilfsbereit. Allerdings muss man ziemlich konkret formulieren welche Art der Unterstützung man sich wünscht und alles dafür benötigte zur Verfügung stellen.

Reichweite bei facebook

Reichweite bei facebook (Quelle: http://facebook.com/42SwingTime)

Bedingt durch die noch etwas geringe Anzahl der „Likes“ ist natürlich auch die Reichweite eher bescheiden. Die grüne Linie bewegt sich im Durchschnitt knapp unter 20. Das bedeutet, dass unser Vorhaben immerhin wahrgenommen wird, es allerdings nur sehr wenig weiterverbreitet wird.

Die blaue Linie hat ihren Höhepunkt bei etwa 2.500. Sie gibt an, wie viele Leute theoretisch irgendetwas von uns gesehen haben. Aus meinen Erfahrungen mit anderen Seiten weiss ich aber, dass man diese Angabe nicht überbewerten sollte, da facebook da meines Wissens wirklich alles in einen Topf wirft.

Die Reichweitenexplosion in der letzten Woche ist dem Einrichten der Veranstaltungsseite geschuldet, die sich extrem gut verbreitet. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Fanseite auswirkt. Bei knapp 250 Personen, die derzeit „über uns sprechen„, sollte man eigentlich ein paar Veränderungen sehen können.

Erfreulich ist allerdings, dass wir mit unseren Werbemaßnahmen offensichtlich immerhin unsere Zeilgruppe treffen:

Fans der facebook-Seite nach Geschlecht und Alter

Fans der facebook-Seite nach Geschlecht und Alter (Quelle: facebook.com/42SwingTime)

In der Grafik fehlen die Älteren, da nurnoch jeweils eine Person geführt wird. Die Gewichtung könnte noch etwas mehr in Richtung der Damen ausfallen, aber das ist nicht so dramatisch.

Inhaltlich befüllen wir die Seite überwiegend mit zum Thema passenden YouTube-Videos, da die Bild und Ton gleichzeitig bieten und so das Lebensgefühl am besten transportieren. Außerdem verbreiten wir über die Seite natürlich auch unsere Blogposts, zu denen wir später kommen.

Die Reaktionen auf unsere Statusmeldungen sind verhalten, aber das ist meiner Erfahrung nach normal und kein Grund zur Sorge.

Insgesamt lässt sich zu unserer Fanseite also sagen, dass sie zwar auf dem richtigen Weg ist, aber noch deutlich Luft nach oben hat. Sie liegt etwas unter unseren Erwartungen, aber deutlich über unseren Befürchtungen und das werten wir einfach mal positiv.

Die Fanseiten sind schon ein wichtiges Marketinginstrument. Was facebook aber eigentlich wirklich mächtig macht, ist die Möglichkeit Veranstaltungen zu erstellen. Mit so einer Veranstaltung gibt man allen potentiellen Gästen alle wichtigen Informationen auf einen Blick und sie können auch noch selbst mit der Veranstaltung interagieren, indem sie Kommentieren und – ganz wichtig – ihre Freunde einladen können.

Auch so eine Veranstaltung ist davon abhängig den anfänglichen Schwung zu nutzen. Aus diesem Grund haben wir die Veranstaltung erst erstellt, als klar war, dass bereits ein gewisses Grundinteresse herrscht und wir auch wirklich alle Infos und Materialien zusammen haben, als da wären die genauen Uhrzeiten und die Eintrittspreise. Außerdem brauchten wir noch ein prägnantes Bild, das sich deutlich vom Profilbild unterscheidet, weshalb wir auf das „42 Swing Time“-Logo warten mussten.

Unsere Veranstaltung bei facebook

Unsere Veranstaltung bei facebook (Quelle: http://www.facebook.com/events/335268016518846/)

Neben dem Bild ist vorallem die Beschreibung wichtig. Hierbei hab ich großen Wert drauf gelegt, sie kurz und knapp zu halten. Es sind zwar alle relevanten Informationen drin, allerdings bleibt genug Raum für Spekulationen (AIDA und so, ihr erinnert euch.). Sprachlich soll die Beschreibung zum angepeilten musikalischen Rahmen passen. Auch hier ist wieder zu beachten, dass es nicht um historische Genauigkeit geht, sondern darum ein bestimmtes Gefühl zu vermitteln.

Ganz klassisch gibt es einen kurzen Anreißer, eine knappe Erklärung und einen „Call-to-Action“, damit auch jeder weiss, was sie oder er zu tun hat.

Das der Eintritt für Leute in Abendgarderobe frei ist, soll das Konzept verstärken, dass den Leuten ein Gesamteindruck geboten wird. Es macht deutlich mehr her, wenn der Laden voll mit Leuten ist, die sich fein herausputzen und man bekommt auch eher ein Gefühl dafür, wie es wohl damals gewesen sein mag. Solche „Kostümveranstaltungen“ funktionieren im 42 erfahrungsgemäß gut, solange die erwarteten Kostüme nicht zu ausgefallen und zu aufwändig sind. Daher auch in den Kommentaren der deutliche Hinweis, dass Kreativität bei der Umsetzung deutlich mehr geschätzt wird als teure Investitionen ins Outfit.

Auch kann man an dem Kommentar unser Medienübergreifendes Konzept sehen, aber dazu kommen wir später.

Bei der Beschreibung ist, neben den Links, der Aufruf die Veranstaltung zu teilen wichtig. Im Gegensatz zu Fanseiten gibt es bei Veranstaltungen nämlich die Möglichkeit seine eigenen Freunde direkt einzuladen, wenn man dies beim Erstellen der Veranstaltung erlaubt, was man bei öffentlichen Veranstaltungen tunlichst machen sollte.

Allerdings ist diese Funktionen nicht so prominent platziert wie sie es verdient hätte und sie wird, wenn man nicht explizit drauf hinweist, auch eher selten genutzt. Wenn man den Leuten aber einen Hinweis gibt, klappt das in der Regel ganz gut, was sich auch leicht erklären lässt:

Wenn ich Interesse an einer Veranstaltung habe, ist die Chance groß, dass es in meinem Freundeskreis ebenfalls Leute gibt, für die das interessant sein könnte. Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe, mache ich das selten alleine, sondern freue mich, wenn möglichst viele meiner Bekannten mitkommen. Mit nur wenigen Klicks habe ich hier die Möglichkeit sie direkt zu informieren. So gewinnen alle. Ich muss nicht alleine feiern, meine Freunde erfahren von einer für sie möglicherweise spannenden Veranstaltung und die Veranstaltung spricht sich schneller herum.

Was diese kleine Funktion bewirkt, sieht man am einfachsten an der Anzahl der eingeladenen Personen, die derzeit bei etwa 1.200 liegt. Dazu kommen die, die bereits auf die Einladung reagiert haben.

LESSON LEARNED:

Veranstaltungsseiten bei facebook sind sehr mächtig. Die funktion Freunde einladen zu können ist unbezahlbar. Ein Beschreibungstext muss durchdacht sein und man sollte beim Erstellen der Veranstaltung bereits alle Materialien zusammen haben, denn auch hier zählt der erste Eindruck.

Die Kennzahlen sowohl bei der Fan- als auch bei der Veranstaltungsseite sind nur ein grober Gradmesser und geben in der Regel nur einen sehr ungefähren Eindruck von dem, was an dem Abend tatsächlich passieren wird.

Umsetzung – WordPress

Wenn man sich über Marketing im Netz informiert, stößt man neben facebook auch immer wieder auf diverse Blogs, die Markenbotschaften verbreiten sollen. Da wir bei diesem Experiment ja möglichst viele Möglichkeiten ausloten wollen, versuchen wir es zusätzlich mit einem Blog.

Die Idee ist, dass wir facebook als direkte Schnittstelle zu unserer Zielgruppe nutzen. Der Blog soll der verlängerte Arm der Fanpage werden.

Ein Blog bietet gegenüber facebook erhebliche Vorteile:

  • Übersichtlicheres Posten langer Texte
  • Einbinden von unterschiedlichen Medien an beliebiger Stelle
  • Setzen von Links

Der Blog ist ideal dafür, um die eingangs erwähnten Materialien und Informationen zu verbreiten, um den Lesern das Leben in den 20er und 30er Jahren näher zu bringen und auch, um ihnen Hilfestellungen zu diesem für die Meisten sehr neuen Thema zu geben, da der Blog deutlich mehr Raum und Gestaltungsmöglichkeiten bietet als facebook .

Inhaltlich teilen sich die Beiträge in die oben genannten Bereiche. Zum einen gibt es Beiträge zu einzelnen Musikern oder Begebenheiten aus den 20er und 30er Jahren, wie z.B. Kais Artikel über Cab Calloway oder der Artikel über das Swinglied über den Massenmörder Haarmann. Mit diesen Beiträgen versuchen wir den Lesern Hintergrundwissen über diese Zeit und die Musik zu vermitteln.

Daneben gibt es die Ratgeberartikel, z.B. über Frisuren & Make-Up oder über die richtige Kleidungswahl. Diese Artikel sollen den Interessierten den Einstieg in die Welt des Jazz und Swing erleichtern und sie dazu ermuntern sich darauf einzulassen. Mit diesen Artikeln wollen wir es den Lesern so einfach wie möglich machen in diese Welt einzutauchen. Charakteristisch für diese Postings ist, dass sie immer Anregungen oder Anleitungen enthalten, die jeder ohne großen Aufwand selbst umsetzen kann.

Geplant sind hier z.B. noch Artikel, wo man die richtigen Kleider und Anzüge möglichst günstig bekommt oder ein Artikel über Basistanzschritte, damit sich am 27.04. dann auch möglichst viele Leute in passender Garderobe auf die Tanzfläche trauen.

Ansicht des Blogs

Ansicht des Blogs (Quelle: 42SwingTime.wordpress.com)

Da wir Visits fast ausschließlich über facebook generieren, legen wir bei der Gestaltung der Artikel wert auf eine möglichst interessante Headline, da die das erste ist, was die Leute vom Artikel lesen. Wenn die nicht zieht, wirds schwer, überhaupt jemanden zum Klicken zu bewegen.

Was denkt ihr? Taugen unsere Zeilen etwas?

Außerdem versuchen wir möglichst viele Musikvideos und Bilder in die Artikel einzubinden, um die vermutlich nur bedingt interessierten Leser für das Thema zu begeistern.

Am Ende von fast jedem Artikel steht der Hinweis, dass man doch unsere Fanseite „liken“ möge, um Leute, die nicht über eben diese Fanseite auf den Blog gekommen sind quasi mit der Nase darauf zu stoßen und an uns zu binden. Außerdem findet sich bei einigen Artikeln unten noch der Aufruf, dass wenn dem Leser der Artikel gefallen hat, er den doch auch bitte unter seinen Freunden verteilen mag.

Das Ziel ist, dass wir auf dem Blog Artikel veröffentlichen, die für den Leser eine echte Hilfe und einen wirklichen Mehrwert darstellen, sodass dieser den Artikel weiter verbreitet und wir auch darüber wieder neue Leute erreichen. Ob das klappt, lässt sich an der Blogstatistik leider nicht so wirklich gut ablesen.

LESSON LEARNED:

Artikel für den Blog zu recherchieren ist aufwändig und kostet eine Menge Zeit. Der Spagat zwischen „Das ist zu oberflächlich und nichts Neues“ und „Das ist so tiefschürfend, dass interessiert niemanden“ ist schwierig. Das Verbreiten nur über die Fanseite bringt bei etwas über 70 Fans keine große Resonanz. Man muss die Artikel selbst auch noch teilen und bewerben um Resultate zu sehen.

Die Leute, die die Beiträge dann aber tatsächlich lesen, finden sie gut und sprechen auch darüber. Die Grundidee funktioniert also, nur die Verbreitung ist ein Problem.

Besondere Hoffnungen haben wir in den Artikel mit den Make-Up und Styling-Tipps gesteckt, da die Idee dazu von mehreren Damen an uns heran getragen wurde und man da wirklich einiges an Tipps und Ideen findet. Um den Artikel offensiver zu promoten, haben Kai und ich eine Menge Frauen aus unserem Bekanntenkreis angeschrieben, ihnen den Link zugeschickt und gesagt, dass es eine große Hilfe für uns wäre, wenn sie den Link ebenfalls an ihre Freundinnen weiterschicken würden.

Geklappt hat das nur so mäßig gut. Zwar fanden viele den Artikel gut und einige haben den auch tatsächlich weitergeleitet. Das hat sich auch in den Visits niedergeschlagen, allerdings blieb der ganz große Ansturm aus. Entweder haben wir einfach die falschen Leute angeschrieben, der Inhalt war nicht interessant genug oder unsere Bemühungen wurden als zu offensichtliche Werbung einfach übergangen, was ich niemandem verdenken könnte.

Das war schon eine sehr offensive Aktion und man sollte sowas nicht häufiger machen, da es für die Empfänger auf Dauer ziemlich nervig wird.

PIs des Blogs

PIs des Blogs (Quelle: 42SwingTime.wordpress.com)

An der Übersicht über die PIs des Blogs sieht man ganz genau, wann wir einen Artikel beworben haben. An den Tagen ging die Zahl der PIs sichtbar nach oben, ebte aber nach ein bis zwei Tagen auch wieder ab. Wir schaffen es nicht, die Leute zu regelmäßigen Lesern unseres Blogs zu machen.

Ob das gut oder schlecht ist, darüber lässt sich nun streiten.

Natürlich wäre es schön, wenn der Blog so beliebt wäre, dass es dort ein gewisses Grundrauschen gäbe und die Leute direkt auf den Blog gehen würden, um zu kucken, ob es dort etwas Neues gibt.  Andererseits war dies gar nicht das Ziel des Blogs, da die Idee ja ist, ihn als verlängerten Arm der facebook-Fanseite zu nutzen.

Um eine richtige Leserschaft aufzubauen, müssten wir unverhältnismäßig mehr Arbeit in den Blog stecken. Wir müssten regelmäßiger posten und auch die Artikel müssten noch deutlich umfangreicher und vermutlich auch tiefschürfender werden – und dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Das würde den Rahmen des ganzen auch einfach sprengen, da wir kein Portal über Swing-Musik aufbauen wollen, sondern es im Grunde ein Werbemittel für die Veranstaltung ist, was evtl. abwertender klingt, als es tatsächlich gemeint ist, da die Inhalte schon gründlich recherchiert sind und da bereits eine Menge Arbeit drin steckt.

Der Blog läuft, wie man der Domain http://42SwingTime.wordpress.com leicht erkennen kann über das kostenlose Blogangebot von WordPress. Wir haben uns für ein Fremdhosting und gegen das Einrichten auf einem eigenen Webspace entschieden, da es deutlich einfacher ist. Wir wissen nicht, wohin die Reise mit diesem Projekt ab dem 28.04. geht und ob es wirklich den Aufwand wert gewesen wäre das alles einzurichten. So war alles binnen weniger Minuten startklar. Schade ist bloß, dass man die Templates nur sehr eingeschränkt modifizieren kann, wenn man kostenlos bleiben möchte.

Sollten wir doch irgendwann auf die Idee kommen dem Blog mehr Gewicht zu geben, werden wir das ganze auf eine Installation auf einem eigenen Webspace umbauen. Dann kommt auch ein eigenes, individuelles Template. Die Daten lassen sich dann einfach exportieren und beim neuen Blog einpflegen. Theoretisch sollte das funktionieren, gemacht habe ich das allerdings noch nicht.

Wir werden sehen, wie sich der Blog entwickelt.

Mund-zu-Mund-Propaganda

Stille Post

Stille Post (Quelle: http://hello-tuesday.deviantart.com/)

Neben unseren ganzen Onlineaktivitäten darf man einen ganz ganz wichtigen Punkt natürlich nicht vergessen: die Mund-zu-Mund-Propaganda.

Der Begriff Mundpropaganda (oder Mund-zu-Mund-Propaganda) steht für die Verbreitung von Informationen oder Empfehlungen durch mündliche Weitergabe im persönlichen Gespräch „von Mund zu Mund“, sodass sie bald wirklich „in aller Munde“ sind. Dementsprechend gilt im Gegensatz zur Propaganda im herkömmlichen Sinn bspw. eine Rede, die öffentlich oder vor vielen gehalten wird, nicht als Mundpropaganda, obwohl auch sie Informationen mündlich vermittelt.

– Wikipedia

Kai und ich sind begeistert von der Veranstaltung und freuen uns da schon ziemlich drauf. So kommt es, dass wir relativ häufig davon erzählen, was wir schon gemacht haben, was wir noch vorhaben und was wir grad wieder an Musik ausgegraben haben. Das klingt jetzt deutlich berechnender, als es ist. Wir haben einfach Bock auf die Fete!

Da wir da aber ständig darüber sprechen, bleibt die Veranstaltung auch in den Köpfen der Leute und sie fangen von selbst an wiederum ihren Bekannten davon zu erzählen. Und das darf man nicht unterschätzen. So eine mündliche Empfehlung ist immernoch deutlich mehr wert, als wenn das virtuell passiert, zeigt zumindest meine Erfahrung.

Fazit

Das ist also derzeit der Stand der Dinge.

Insgesamt sind wir recht zufrieden damit, wie es bisher läuft. Natürlich ist da noch viel Potential und es wird sich in den kommenden Wochen noch Einiges tun, aber ich denke wir können auf einen recht erfolgreichen Start zurückblicken. Ziel war es Aufmerksamkeit für unsere Veranstaltung zu erregen und ein grundsätzliches Interesse an der Musik zu erzeugen. Ich denke, dass uns das gelungen ist. Man darf bei der Beurteilung der Zahlen eben nicht vergessen, um was für eine Art Veranstaltung in was für einer Location es sich handelt.

Was denkt ihr? Wie deutet ihr die Zahlen? Was war euer Meinung nach gut, was hätten wir besser machen können und was haben wir möglicherweise bisher noch gar nicht bedacht?

Wir freuen uns über jedes konstruktive Feedback!

Die nächsten Schritte sind dann, dass ich den Flyer zusammenbaue und der in den Druck geht. Außerdem setzen Kai und ich uns demnächst zusammen, um zu kucken, was wir an Sonderaktionen starten können und was wir an Deko im Laden machen. Auch da sind wir natürlich für Ideen und Vorschläge dankbar. Als besondere Herausforderung; Das Budget für Dekoration beträgt 100€.

 

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