The Joker

SHS #4: Chris Uminga

Geschrieben am 26.02.2012 von Arne K.

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Dies ist der vierte Teil der SuperHeldenSonntag-Serie, bei der ich versuche jeden Sonntag verschiedenste Künstler und Kunstwerke rund ums Thema “Superhelden” vorzustellen. Alle Beiträge der Serie findet man gesammelt unter dem Schlagwort “SuperHeldenSonntag“.

Diese Woche geht es um den Illustrator Chris Uminga, über dessen Person leider nicht so wirklich viel rauszufinden ist. Auf seiner Website schreibt er über sich nur:

I draw monster and creeps

Mehr leider auch nicht. Diesen Mangel an Informationen gleicht er allerdings locker mit der Fülle an Bildern aus, die man auf seiner Website und auf seinem DeviantArt-Profil findet, von dem auch die Bilder hier im Artikel stammen.

Das da überall ein Wasserzeichen drauf ist, ist zwar nicht schön, allerdings sind die Bilder so großartig, dass man da, denke ich, drüber hinweg sehen kann.

Captain America

Captain America (Quelle: Chris Uminga)

 

Thing

Thing (Quelle: Chris Uminga)

 

Sein Stil besitzt einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Dies kommt vermutlich vorallem dadurch, dass fast alle seine Charaktere keine Pupillen haben und den Betrachter daher mit einem ganz eigentümlichen Blick ansehen. Ebenfalls fast allen Charakteren ist gemein, dass sie eine sehr gedrungene Statur und einen unverhältnismäßig großen Kopf mit sehr großen Augen haben.

Dieses Verhältnis wird häufig „Kindchenschema“ bezeichnet, das bei Wikipedia ziemlich gut und ausführlich erklärt wird. In Kurzform besagt es:

Das Kindchenschema bezeichnet die bei Menschen und bei vielen höheren Tierarten vorkommenden kindlichen Proportionen, die als Schlüsselreiz wirken und Fürsorgeverhalten und Kümmerungsverhalten auslösen, wodurch gerade im Tierreich gewährleistet ist, dass sich die Eltern um ihre Jungen kümmern, sie beschützen und großziehen. Die Evolution der höheren Arten verlangte bei der lange dauernden Großzucht zur Selbständigkeit einen Mechanismus, um die Eltern ans Kind zu binden.

Dies in Kontrast zu den leeren Augen und den häufig sehr finster dreinblickenden Figuren erzeugt einen meiner Meinung nach sehr spannenden Kontrast, der zu großen Teilen dafür verantwortlich ist, dass mir seine Bilder so sehr gefallen.

 

 

Chewbacca the Wookie

Chewbacca the Wookie (Quelle: Chris Uminga)

 

Außerdem zeichnet sich sein Stil durch das Mischen verschiedener Techniken aus. Zum einen hat man sehr dünne Linien, die aussehen, als wären sie mit einem Fineliner gezogen. Dem gegenüber stehen kräftige Outlines und teilweise sehr grobe farbige Flächen. Als Kontrast dazu gibt es auch häufig Elemente, die aussehen, als wären die mit einer Airbrushpistole oder Ähnlichem gemalt worden, wie beim Chewbacca oben beispielsweise die Schneeflocken um die Füße herum. Außerdem setzt er häufig unterschiedliche Texturen ein, um Bildelemente voneinander zu unterscheiden.

Diese unterschiedlichen Techniken in Kombination mit sehr detailreich und eher detailarm gestalteten Bildelementen lässt die Bilder auf mich stets dynamisch und spannungsreich wirken. Zumindest mir geht es so, dass mein Blick stets an neuen Punkten hängen bleibt und es, obwohl die Bilder auf den ersten Blick doch recht einfach erscheinen, immer noch wieder was Neues zu entdecken gibt.

 

 

The Penguin

The Penguin (Quelle: Chris Uminga)

 

Harley Quinn

Harley Quinn (Quelle: Chris Uminga)

 

Neben dem Kindchenschema, was an sich schon einen sehr skurrilen Eindruck erweckt, zeichnen sich Chris Umingas Charaktere auch durch ein gewisses Augenzwinkern aus. Ich fühle mich ständig hin und her gerissen zwischen „Cool, der sieht aber böse/heroisch aus!“ und „Oh, wie niedlich!„.

Die Mimik der Figuren, Bösewichte wie Superhelden, trifft deren Charakter einfach perfekt.

 

Venom

Venom (Quelle: Chris Uminga)

 

Leider konnte ich keinen Shop finden, in dem man seine Werke beispielsweise als Poster erstehen kann. Wenn jemand doch irgendwo einen auftut, wäre ich sehr glücklich, wenn der Link hier in den Kommentaren landen würde!

Was allerdings geht, und mir eigentlich fast noch besser gefällt:

Man kann direkt bei ihm Werke nach eigenen Wünschen in Auftrag geben, die er einem dann umsetzt. Auf seiner Website gibt es eine detailierte Preisliste. So ist z.B. ein „Full Color -Full Body“ von einem einzelnen Charakter für meiner Meinung nach sehr faire 125$ zu haben. Für einen „Full Figure Water Color“ von einem Charakter legt man dann zwar schon 300$ aufn Tisch, aber wenn man denkt, dass das dann auch exklusive Einzelanfertigungen eines weltberühmten Illustrators sind, ist das immer noch ein sehr akzeptabler Preis, oder was meint ihr?

Da ich es beim letzten Mal vergessen habe, reiche ich hier die Auflösung meines Eigenentwurfs aus dem „Squared Superheros„-Post nach. Das sollte natürlich Michelangelo von den Turtles sein. Und weil es so schön passt:

 

Teenage Mutant Ninja Turtles

Teenage Mutant Ninja Turtles (Quelle: Chris Uminga)

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